„Robby war`s”, sagte das Opfer und das war auf der ganzen Linie hinterfotzig, sowohl vom Opfer, als auch von der Autorin. Wiesba- dener Theater von Elka Vrowenstein, ein Kriminalroman, ausge- schrieben, ausgeschmückt auf wallacesche Art.

Ja, nach Edgar Wallace, Sie haben richtig gehört. Nicht der Wallace der verkürzten Querleseausgaben à la Goldman oder Scherz, nein, der in den originalgetreuen Übersetzungen der heyneschen blauen Krimis.

Irreführend auch der Name der Autorin, Elka Vrowenstein, die man gerne kennenlernen möchte und die sich dann als literarische Tri- athletin entpuppt: Joachim Biehl, Richard Lifka und doch noch eine Frau, Gisela Winterling.

FF steht nicht für feine Wurstwaren, sondern für Frederic Feuer- bach, fast ein Malet-Typ, mit festen Bindungen. Was dem Nestor Burma sein Pariser Arrondissement, ist dem FF sein Wiesbadener Westend.

Der Krimi ist viel spannender als die Stadt, in der er spielt, der man mal wieder einen Achim Exner wünschen würde. Dagegen brau- chen die Kriminalromane der Elka Vrowenstein keinen Personal- wechsel, von ihrem Personal lässt man sich gerne in die spannen- den Verknotungen menschlicher Schicksalsstricke locken, aus de- nen uns der Held Frederic Feuerbach befreit.

Und alles spielt an Orten, die man kennt. Vielleicht sollte man abends doch wieder unters Bett schauen.

HM